Momente im Nirgendwo
Es ist Ende des Sommers und mir fällt ein, dass ich meinen alljährlichen Spaziergang über den Waldfriedhof München noch nicht gemacht habe. Das Wetter ist ideal, nicht zu warm oder zu kalt, auch der Regen der letzten Tage verheisst nach der Trockenheit des Sommers einen (noch) sattgrünen Anblick des Waldes. Also das geniale 12-100 mm von Olympus auf die Kamera gesetzt und stressfrei geht es mit dem Bus zum Hintereingang an der Kornwegerstrasse. Es ist tatsächlich so, wenn man den Waldfriedhof betritt, ändert sich schlagartig die Stimmung. Egal, wie man sich gerade fühlt, die majestätische Grösse des dichten alten Baumbestandes in Verbindung mit den moosbewachsenen, oft verwitterten Grabsteinen und Figuren, die inmitten kleiner Lichtungen wie natürlich gewachsen sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen, lässt einen innerhalb weniger Minuten den Alltag vergessen. Man spaziert die Wege ohne Ziel entlang und vergisst dabei die Zeit, aber natürlich mit dem Wissen, dass man zur Not in dem grossen Areal sich auf maps verlassen kann…. Wenn man dann noch nebenher ab und zu stehenbleibt und ein Foto macht, ist die Reise in eine andere Welt komplett. Mein Bestreben ist es, fotografisch die Stimmung, die mich umfasst, auf den Fotos rüberzubringen. Ich hoffe, dass es mir zumindest ansatzweise gelungen ist……
